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10 Fragen zu Bauchdeckenstraffung & Bodylift

1. Gibt es medizinische Indikationen für eine Bauchdeckenstraffung und wann ist sie sonst angebracht?

Ja, dazu gehören Bauchwand- und Nabelhernien, Intertrigo oder massive Hautüberschüsse nach massiven Gewichtsabnahmen. Unter Intertrigo versteht man das Wundsein innerhalb einander bedeckender Hautfalten. Die häufigste Indikation für eine Bauchdeckenstraffung ist das Vorliegen von Fett- und Hautüberschuss im Bauchbereich, der durch konservative Maßnahmen nicht mehr „zum Verschwinden“ gebracht werden kann.

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2. Welche Methoden zur Bauchdeckenstraffung gibt es?

Die „Methode“ ist mehr oder weniger immer dieselbe. Die Bauchhaut wird von der Bauchwand in Richtung Rippenbogen abpräpariert, der Gewebeüberschuss wird markiert und entfernt. Je nach Ausprägung der Bauchdeckendeformität wird die Bauchhaut weiter oder weniger weit von der Bauchwand gelöst. Man unterscheidet zwischen Mini-Abdominoplastik, Medi-Abdominoplastik und Maxi-Abdominoplastik. Letztere nennt sich auch „Klassische Abdominoplastik“ und wird am häufigsten eingesetzt, hier präpariert man bis zum Rippenbogen hinauf.

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3. Welche Hautschnitt-Varianten gibt es und was passiert mit dem Bauchnabel?

Der Hautschnitt verläuft im Allgemeinen von der Vorderkante des Beckenknochens bogenförmig abwärts in Richtung Schamhügel und danach auf der gegenüberliegenden Seite wieder symmetrisch hinauf. Man kann den Hautschnitt aber auch waagrechter führen oder w-förmig verlaufen lassen. Der Hautschnitt soll so gewählt werden, dass er für die PatientInnen hinsichtlich ihrer Unterwäsche- oder Bademodentragegewohnheiten von Vorteil ist. Je nachdem, wie viel Gewebeüberschuss besteht, wird der Bauchnabel entweder „verschoben“ oder neu inseriert. Wird nicht mehr als 4 cm Gewebeüberschuss entfernt, findet man mit einer sog. „flottierenden Nabelplastik“ das Auslangen, sonst muss eine sog. „umbilikale Translokation“ durchgeführt werden. Bei der flottierenden Nabelplastik wird der Stiel des Nabels durchtrennt, und der Nabel kann bis zu 4 cm nach unten gezogen werden. Bei der umbilikalen Translokation wird der Nabel aus seiner ursprünglichen Position herausgelöst und am Ende der OP in der exakt gleichen Position in die Bauchhaut neu eingepflanzt. Wichtig ist beim Nabel, dass man auch auf seine Ästhetik achtet – ist die Bauchhaut sehr faltig, ist auch der Nabel zumeist verstrichen oder bedeckt. Man muss ihn also mitkorrigieren – er soll etwas tiefer liegen als die ihn umgebende Bauchhaut, und seine Form sollte rund oder längsoval sein.

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4. Wer lässt sich in erster Linie operieren?

Bauchdeckenstraffungen unterziehen sich in über- wiegender Mehrzahl Frauen, die nach Schwangerschaft( en) mit ihrem Bauch nicht zufrieden sind. Aufgrund der Dehnung der Bauchwand während der Schwangerschaft kann der Bauch trotz Sport und Erreichen des ursprünglichen Gewichts unattraktiv aussehen. Weiters kann die massive Dehnung der Bauchwand während einer Schwangerschaft zu einem Auseinanderweichen der beiden geraden Bauchmuskeln führen, die nach der Geburt des Kindes nicht wieder zusammenfinden. Die medizinische Diagnose heißt Rektusdiastase. Die geraden Bauchmuskeln ziehen vom Rippenbogen zum Schambein und liegen im Idealfall sehr eng aneinander. Bei einer Rektusdiastase kann der Abstand zwischen ihnen bis zu 10 cm betragen und ist als Tal in der Bauchmitte tastbar und oft auch sichtbar. Eine Rektusdiastase kann auch zu Schmerzen bei körperlicher Betätigung führen. Bei einem Auseinanderweichen der Rektusmuskeln von mehr als 5 cm übernehmen in Österreich die Krankenkassen die operative Korrektur. Gemeinsam mit der Bauchdeckenstraffung kann dieser Spalt zwischen den geraden Bauchmuskeln korrigiert werden. Diesen Eingriff nennt man in der Medizin „Raffung der Rektusscheide“.

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5. Was passiert, wenn man nach dem Eingriff deutlich zunimmt? Kann es zu Unförmigkeiten kommen bzw. wo nimmt man zu und wie lange hält das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung an?

Es kommt zu keinen Unförmigkeiten, man kann am Bauch zu- und abnehmen wie vor dem Eingriff. Eine Bauchdeckenstraffung beeinflusst den Stoffwechsel nicht. Wenn es zu keinen starken Gewichtsschwankungen kommt, ist das Ergebnis wirklich von Dauer.

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6. Welche Methoden des Gesäßliftings gibt es und wo verläuft die Narbe?

Da gibt es nur eine Methode. Im Prinzip wird im Bereich des Rückens eine Art v-förmige Hautinzision durchgeführt, die Haut bis zur Muskelfaszie abgelöst, der Hautüberschuss nach oben gestreift und entfernt. Abgesehen von der gewünschten Anhebung des Gesäßes kann auch noch eine Formkorrektur des Gesäßes erfolgen. Es können innere Dermislappenplastiken und/oder Eigenfetttransplantationen durchgeführt werden, um eine Rundung des Gesäßes zu erreichen oder Implantate zur Formkorrektur eingebracht werden. In Amerika wird dies recht häufig gemacht, bei uns in Europa relativ selten. Die Narbe bei der Gesäßstraffung verläuft etwa auf Höhe des Beckenkammes und ist wie bereits gesagt v-förmig, von seitwärts oben in Richtung Gesäßspalte und symmetrisch auf die gegenüberliegende Seite.

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7. Was versteht man unter einem Bodylifting und wann ist es möglich?

Im englischen Sprachgebrauch versteht man unter Bodylifting jegliche Straffungsoperation, die nach einer massiven Gewichtsabnahme notwendig ist. Also Straffung der Flankenregion, der Oberarme und Oberschenkel, des Rückens und natürlich auch des Bauchs und des Gesäßes. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Terminus Bodylifting für das gemeinsame Durchführen einer Bauchdecken- und Gesäßstraffung verwendet. Es handelt sich also um eine Art „Rundherum- Straffung“, Gesäß und Bauch in einem. Die Durchführung eines Bodyliftings, also die Kombination von Bauchdecken- und Gesäßstraffung in einer Operation, ist von der körperlichen Verfassung der PatientInnen abhängig. Es handelt sich um einen sehr großen Eingriff, der nur bei jüngeren PatientInnen durchgeführt wird, die die körperliche Konstitution haben, um eine so umfangreiche OP mit einem relativ geringen Risiko zu überstehen. Sonst empfiehlt es sich, eher zweizeitig vorzugehen, um den/die PatientIn nicht zu überfordern.

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8. Wie lange muss man sich nach der OP schonen?

Bei der Bauchdeckenstraffung, wo nur ein Gewebeüberschuss entfernt wird, ist keine besonders lange Rekonvaleszenzzeit angesagt. Nach Abschluss der Wundheilung und nach Entfernen der Nähte kann man sich wieder normal bewegen. Wenn zusätzlich eine Raffung der Rektusscheide vorgenommen wurde, ist die Schmerzperiode deutlich länger, und man muss für die Dauer von drei Monaten das Heben von Gewichten über 5 kg vermeiden. Zusätzlich ist nach Raffung einer Rektusscheide das Tragen eines Stützmieders in dieser Zeit empfehlenswert. Bei einer Gesäßstraffung ist es notwendig, für die Dauer von zwei Wochen die sitzende Position zu vermeiden. Dadurch verhindert man, dass die Verankerungsnähte ausreißen und dass die gestraffte Haut nicht zu sehr gedehnt wird. Man kann aber mit ausgestreckten Beinen am Rücken oder am Bauch liegen, Stehen ist auch kein Problem. Auch die Narbenbildung wird durch Einhalten dieser Maßnahmen begünstigt. Im Wesentlichen gilt: größtmögliche Schonung innerhalb der ersten zwei Wochen nach der OP und entsprechend der Operation keine Betätigung der Bauchmuskeln bzw. keine zu starke Beugung der Hüfte.

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9. Welche gesundheitlichen Risiken und Komplikationen können auftreten?

Das häufigste Risiko bei der Bauchdeckenstraffung ist die Nachblutung. Es handelt sich ja um eine besonders große Wundfläche, und es muss während der OP besonders akribisch Blut gestillt werden, um diese Gefahr möglichst zu minimieren. Ein weiteres Risiko sind Wundheilungsstörungen, zu denen es kommen kann, wenn die Haut zu stark gespannt wurde. Im schlimmsten Fall kann es zu Hautnekrosen kommen, also zum Absterben von Hautarealen. Diese Gefahr ist vor allem dann gegeben, wenn der Wundverschluss unter zu großer Spannung erfolgte oder wenn – im Falle einer ergänzenden Fettabsaugung – nicht vorsichtig genug gearbeitet wurde. Weiters kann es auch zur Bildung von Seromen kommen, also zum Austritt von Wundsekret und Lymphflüssigkeit in einen Hohlraum. Serome sind aber nicht weiters gefährlich und können punktiert werden.

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10. Wie hoch sind die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung, ein Gesäßlifting bzw. einen kombinierten Eingriff?

Die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung oder eine Gesäßstraffung variieren zwischen € 4.500 und € 7.500, je nachdem, wie viel gemacht werden muss. Kombinierte Operationen (Bauchdecke und Gesäß in einer OP) sind entsprechend teurer.

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