Gesäßlifting
Im Gegensatz zur Bauchwanddeformität gibt es beim Gesäß keine medizinische Indikation für eine operative Korrektur: Die Krankenkassen in Österreich kommen für diesen Eingriff in der Regel nicht auf. Die Gesäßstraffung ist daher ein rein ästhetisch-chirurgischer Eingriff und wird vorwiegend nach massiver Gewichtsabnahme durchgeführt. Ungeachtet dessen ist die Gesäßstraffung keine seltene Operation im Bereich der Ästhetischen Chirurgie, weil dem Erscheinungsbild des Gesäßes im Allgemeinen eine große Bedeutung beigemessen wird. Es gibt bei der Gesäßstraffung im Unterschied zur Bauchdeckenstraffung keine Varianten in der Operationstechnik, der Hautschnitt ist immer gleich und in seinem Verlauf exakt an die anatomischen Gegebenheiten des Gesäßes angepasst. Die Gesäßstraffung kann durch einige Zusatzmaßnahmen ergänzt werden, um das ästhetische Ergebnis zu optimieren.
Für eine erfolgreiche Korrektur eines abgeflachten und abgesunkenen Gesäßes muss der Operateur mit den ästhetischen Normen des Gesäßes vertraut sein. Eine der wichtigsten formbestimmenden und ästhetischen Komponenten des Gesäßes ist der Musculus gluteus maximus (großer Gesäßmuskel). Weitere wichtige ästhetische Komponenten stellen die Anatomie des Beckens, die Fettverteilung in dieser Region und die Eigenschaften der Haut dar. Ein weiteres ästhetisches Kriterium ist die Verteilung des Gesäßvolumens. Zeichnet man durch den Gesäßmittelpunkt eine senkrechte und eine waagrechte Linie, so entstehen vier Quadranten, die idealerweise in etwa gleich groß sind.


