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10 Fragen zur Bruststraffung

1. Ab welcher Altersgruppe und bis in welches Alter kann operiert werden?

Grundsätzlich kann in jedem Alter operiert werden. Selbst in jungen Jahren (20 Jahre) können aufgrund ungünstiger genetischer Anlagen bereits Hängebrüste bestehen. Junge Patientinnen müssen jedoch darüber aufgeklärt werden, dass die Narbenbildung oft nicht optimal ist und eine spätere Schwangerschaft das Operationsergebnis verschlechtern kann. Die Bruststraffung ist ein rein ästhetischer Eingriff. Medizinische Gründe für die Operation gibt es eigentlich nicht.

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2. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Operation?

Nur ganz selten, z.B. nach massiver Gewichtsabnahme kann es sein, dass der Eingriff vom Chefarzt bewilligt wird.

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3. Wo verlaufen die Narben?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Die am häufigsten eingesetzten Techniken hinterlassen eine T-förmige Narbe. Es gibt aber auch narbensparende Techniken, wo die Narben entweder nur seitlich oder mittig verlaufen. Allerdings können narbensparende Methoden nicht immer eingesetzt werden, entscheidend ist die Größe der Brust vor der OP und wie stark sie hängt. Je mehr gemacht werden muss, umso eher muss eine Technik mit der T-förmigen Narbe eingesetzt werden.

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4. In den Medien wird im Zusammenhang mit Bruststraffungen immer wieder von einem „inneren BH“ gesprochen, was ist damit gemeint?

Die Techniken der Bruststraffung haben sich gemeinsam mit den Techniken der Brustverkleinerung ständig weiterentwickelt. Zu den jüngsten Fortschritten gehört die Bildung eines „inneren BH“, der im Fachjargon „Dermissuspension“ genannt wird. Ein Teil des bei der Bruststraffung anfallenden Hautüberschusses wird dazu verwendet, die Brust in sich selbst aufzuhängen, sodass sie wie mit einem BH gestützt wird. Man erreicht damit eine schönere Narbenbildung und bessere Langzeitergebnisse. Ich setze die Dermissuspension regelhaft ein.

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5. Kann sich die Sensibilität der Brust oder der Brustwarzen verändern und kann man nach einer Bruststraffung stillen?

Nein, ganz ganz selten. Die Nerven, die die Brustwarze sensibel versorgen, verlaufen entlang der 2. – 5. Rippe und strahlen von unten in die Brust ein. Bei einer Bruststraffung wird ja kein Gewebe entfernt und damit kann eine Verletzung der Nerven fast immer vermieden werden. Nur wenn eine Technik eingesetzt wird, bei der das Brustgewebe vom Brustmuskel abpräpariert wird, kann es zu Nervenverletzungen kommen. Der Sensibilitätsverlust kann zeitlich beschränkt oder von Dauer sein. Bei der Bruststraffung wird das Brustgewebe nicht verletzt, und die Stillfähigkeit bleibt daher auch erhalten.

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6. Kann man bei einer Bruststraffung auch gleichzeitig eine Brustvergrößerung durchführen?

Natürlich, Bruststraffungen werden sehr häufig mit Augmentationen kombiniert. U. U. ist das sogar für den Narbenverlauf vorteilhaft, weil dann weniger Haut entfernt werden muss und eher eine narbensparende Technik eingesetzt werden kann.

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7. Was ist besser geeignet, Eigenfett oder Implantate?

Grundsätzlich ist eine Vergrößerung mit körpereigenem Gewebe immer Fremdmaterial vorzuziehen, es geht hier aber um die Machbarkeit. Wenn nicht genug Fett vorhanden ist, bzw. wenn eine Vergrößerung in mehreren Etappen für die Patientin nicht in Frage kommt, wird man Silikon-Implantate einsetzen. Eine Vergrößerung mit Implantaten ist technisch einfach und sicher.

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8. Wo liegen die Grenzen der Eigenfetttransplantation?

Derzeit liegt die Obergrenze der Brustvergrößerung mit Eigenfett bei etwa 150 – 250 ml / Brust. Das setzt aber auch voraus, dass zwischen 500 – 1.000 ml reines Fett entnommen werden können, eine Menge, die nicht bei jeder Frau zur Verfügung steht.

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9. Was muss ich generell vor einer Bruststraffung mit / ohne gleichzeitiger Vergrößerung beachten?

Die Patientin muss gesund sein. Vor der OP werden die Blutwerte erhoben, das Herz-Kreislaufsystem untersucht, der Internist oder Allgemeinmediziner prüft die Operationstauglichkeit. Wenn die Patientin über 30 Jahre alt ist, wird auch ein Lungenröntgen gemacht. Vor einer Bruststraffung mit / ohne gleichzeitiger Vergrößerung sollte auch eine Mammografie durchgeführt werden.

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10. Was kostet eine Bruststraffung mit/ohne gleichzeitiger Vergrößerung im Schnitt?

Je nach Spital und Aufenthaltsdauer müssen Sie in Österreich für eine Bruststraffung ohne gleichzeitiger Vergrößerung mit € 4.500 – € 6.000 rechnen. Wird gleichzeitig vergrößert, kommen in etwa € 1.500 – € 3.000 dazu.

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