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10 Fragen zur Brustverkleinerung

1. Ab welcher Altersgruppe und bis zu welchem Alter kann operiert werden? Gibt es medizinische Gründe dafür?

Grundsätzlich kann in jedem Alter operiert werden. Ich kann mich sogar an eine elfjährige Patientin erinnern, die im AKH wegen frühzeitigem und übergroßem Brustwachstum operiert wurde. Es kommt auch vor, dass die Brust nach der Menopause wächst, oder aber Frauen entschließen sich erst sehr spät für die Operation. Natürlich gibt es medizinische Gründe für die Operation. Übergroße Brüste beanspruchen den Streckapparat der Wirbelsäule und führen häufig zu Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Auch das Einschneiden der BH-Träger belastet den Schultergürtel. Zudem sind große Brüste bei vielen Sportarten hinderlich.

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2. Stimmt es, dass die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff übernimmt?

Derzeit bezahlen die Krankenkassen in Österreich die OP dann, wenn davon ausgegangen wird, dass mind. 500g / Seite entfernt werden sollen.

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3. Wo verlaufen die Narben?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Die am häufigsten eingesetzten Techniken hinterlassen eine T-förmige Narbe. Es gibt aber auch narbensparende Techniken, bei denen die Narben entweder nur seitlich oder mittig verlaufen. Allerdings können narbensparende Methoden nicht immer eingesetzt werden, entscheidend ist die Größe der Brust vor der OP und wie stark sie hängt. Je mehr gemacht werden muss, umso eher muss eine Technik mit der T-förmigen Narbe eingesetzt werden.

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4. D.h., dass bei der Brustverkleinerung die Brust auch immer gestrafft wird?

Ja. Bei jeder Brustverkleinerung werden gleichzeitig eine Anhebung der Brustwarze und eine Straffung der Haut durchgeführt. Als Richtlinie gilt: Die Brustwarze sollte etwa auf halber Höhe des Oberarms zu liegen kommen. Die erforderliche Hebestrecke kann daher sehr unterschiedlich sein und bestimmt auch die einsetzbare Technik und den Narbenverlauf mit.

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5. In den Medien wird im Zusammenhang mit Brustverkleinerungen immer wieder von einem „inneren BH“ gesprochen, was ist damit gemeint?

Die Techniken der Brustverkleinerung haben sich in den letzten 100 Jahren ständig weiterentwickelt. Zu den jüngsten Fortschritten gehört die Bildung eines „inneren BH“, der im Fachjargon „Dermissuspension“ genannt wird. Ein Teil des bei der Brustverkleinerung anfallenden Hautüberschusses wird dazu verwendet, die Brust in sich selbst aufzuhängen, sodass sie wie bei einem BH getragen wird. Man erreicht damit eine schönere Narbenbildung und bessere Langzeitergebnisse. Ich setze die Dermissuspension regelhaft ein.

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6. Kann sich die Sensibilität der Brust oder der Brustwarzen verändern und kann man nach einer Brustverkleinerung stillen?

Ja. Die Nerven, die die Brustwarze sensibel versorgen, verlaufen entlang der 2. – 5. Rippe und strahlen von unten in die Brust ein. Wenn die Brust nun verkleinert wird, werden diese Nervenäste häufig verletzt, und das Gefühl der Brustwarze kann verlorengehen. Der Sensibilitätsverlust kann zeitlich beschränkt oder von Dauer sein. Je nach eingesetzter Methode können die sensiblen Nerven mehr oder weniger geschont werden.

Ob nach der Operation gestillt werden kann, hängt aber von mehreren Faktoren ab: Welche Technik wurde eingesetzt? Wie viel Brustgewebe wurde entfernt? Wie lang war die Hebestrecke der Brustwarze? Wenn keine Extremsituation vorliegt, bleibt die Stillfähigkeit bei den modernen Techniken fast immer erhalten.

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7. Was muss man generell vor dem Eingriff beachten und findet eine Brustverkleinerung immer in Vollnarkose statt?

Die Patientin muss gesund sein. Vor der OP werden die Blutwerte erhoben, das Herz-Kreislaufsystem untersucht, der Internist oder Allgemeinmediziner prüft die Operationstauglichkeit. Wenn die Patientin über 30 Jahre alt ist, wird auch ein Lungenröntgen gemacht. Vor einer Brustverkleinerung sollte auch eine Mammografie durchgeführt werden, u. U. kann auch eine Eigenblutvorsorge angebracht sein. Es handelt sich um einen invasiven Eingriff, der grundsätzlich in Vollnarkose und in einem ISOzertifizierten Operationssaal eines Krankenhauses durchgeführt werden soll.

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8. Kann eine Brustverkleinerungsoperation die Krebsvorsorgeuntersuchung behindern?

Nein. Zwar können nach Brustverkleinerungen Verkalkungen entstehen, die röntgenologisch jedoch leicht vom sogenannten „Mikrokalk“ zu unterscheiden sind. Mikrokalk ist ein typisches Zeichen für Brustkrebs.

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9. Kann sich eine Schwangerschaft negativ auf das Ergebnis auswirken?

Ja, leider. Bei der Schwangerschaft schwillt die Brust stark an, die Haut dehnt sich, und nach dem Abstillen sieht die Brust zumeist nicht mehr so aus wie vorher. Auch geringe Gewichtsschwankungen (3 – 4 kg) können die Größe der Brust und damit das Ergebnis einer Brustverkleinerung deutlich beeinflussen, daher sollte eine Brustverkleinerung erst bei einem haltbaren Wohlfühlgewicht und idealerweise nach Abschluss der Familienplanung durchgeführt werden.

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10. Die Kosten wollte ich auch noch ansprechen, was kostet eine Brustverkleinerung im Schnitt?

Die Patientin verlässt das Spital in der Regel zwei bis vier Tage nach dem Eingriff. Je nach Spital und Aufenthaltsdauer müssen Sie in Österreich mit zwischen € 4.500 und € 7.000 rechnen. Ab einem Resektionsgewicht von 500g / Seite übernimmt wie schon gesagt die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff. 

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