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Durchführung der Behandlung

Generell sollte die Behandlung in sitzender oder halb sitzender Position durchgeführt werden. Die Injektion des Fillers erfolgt in die Dermis (Mittelhaut). Je nach Viskosität des Gels und Größe der Partikel wird der Filler dabei in die obere oder untere Schicht der Dermis gespritzt. Dazu kann entweder punktuell injiziert oder die sog. Tunneltechnik angewendet werden. Die punktuelle Injektionstechnik wird bei monophasischen Fillern bevorzugt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Injektionspunkte nicht weiter als 0,5 bis 1,0 cm auseinander liegen sollten. Zwischen den „Depots“ sollte kein Zwischenraum bestehen, sodass unter der Haut eine durchgängige Linie des Fillers entsteht.

Zur Beurteilung der Erfolgsaussichten einer HS-Filler-Behandlung und der Behandlungsergebnisse wird die Ausprägung von Falten nach dem standardisierten „Wrinkle Severity Rating Scale“ (WSRS) beurteilt. Dieser teilt die Faltentiefe in fünf Grade. Grad 1 bedeutet dabei keine Falte, Grad 5 extreme Falte.

· Grad 1 (nicht vorhanden): keine sichtbare Falte, kontinuierliche Hautlinie

· Grad 2 (leicht): oberflächliche, aber sichtbare Falte mit geringer Vertiefung

· Grad 3 (mäßig): mitteltiefe Falte, sichtbar bei entspannter Mundregion, nicht aber bei nach unten gestrecktem Kinn

· Grad 4 (stark): sehr lange und tiefe Falte, mehr als 2 mm tiefe Falte bei nach unten gestrecktem Kinn

· Grad 5 (extrem): extrem lange und tiefe Falte, 2 bis 4 mm tiefe, v-förmige Falte bei nach unten gestrecktem Kinn.

Ein befriedigendes Ergebnis durch Filler-Injektion ist nur bei Grad 2 bis 4 der Faltentiefe zu erwarten.