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Bodybuilder & Gynäkomastie

Die Einnahme von Anabolika und ihre Folgen

 

Zwei Hormone fördern den Muskelaufbau: das Somatotropin (STH = somatotropes Hormon = Wachstumshormon) und das Testosteron. Das wirksamere der beiden ist das STH, seine Produktion sistiert jedoch mit Erreichen des Erwachsenenalters. Somit verbleibt dem erwachsenen Bodybuilder nur noch das Testosteron, wenn er sich für eine trainingsergänzende Einnahme von Anabolika entschieden hat.

Testosteron ist für den Muskelaufbau derart bedeutend, dass es bei älteren Männern auch therapeutisch eingesetzt wird, um im Falle einer altersbedingt zu stark abgefallenen Testosteronproduktion den damit einhergehenden Muskelschwund zu bekämpfen. Muskelschwund ist eine der häufigsten Ursachen für Invalidität im Alter.

Anabolika sind hormonähnliche Substanzen, die dem Testosteron oder dessen Vorstufen ähnlich sind. Sie fördern den Aufbau von Eiweiß und somit der Muskulatur. Je nach Art der Substanz, der Anwendungsdauer und der Dosierung gibt es eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen, die dem Bodybuilder bekannt sein sollten. Das Auftreten einer Gynäkomastie ist nur eine von ihnen, aufgrund ihrer Stigmatisierung jedoch besonders unbeliebt. Wer durch stundenlanges Training seinen Körper formt und die Definierung von Muskelgruppen anstrebt, dem ist natürlich jede Abweichung vom Ideal ein Gräuel.

Der Entstehungsmechanismus einer Gynäkomastie durch Anabolika bei Bodybuildern ist relativ einfach: Der Körper versucht den erhöhten Testosteronspiegel auszugleichen und erhöht die Produktion von Östrogenen. Außerdem wandelt die Aromatase das vermehrt frei zirkulierende Testosteron und dessen Vorstufen zu Östrogen um.

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