Physiologische Ursachen der Gynäkomastie
Genetisch ist jedes menschliche Lebewesen zunächst als Frau (xx) determiniert. Erst das männliche Sexualchromosom y bewirkt ab etwa der 4. Schwangerschaftswoche die Differenzierung des Embryos zum Mann (xy). Wie allgemein bekannt, findet man bei Frauen und Männern Anzeichen des anderen Geschlechts. So entspricht die Klitoris dem Penis, der G-Punkt der Prostata, die männliche Brust einer funktionslosen weiblichen Brust. Laut mehreren Studien sind bei über 50 % der Männer unterhalb des Warzenhofes geringe Mengen von weiblichem Brustdrüsengewebe vorhanden, die unter hormonellem Einfluss deutlich an Größe zunehmen können. Im Laufe des Lebens gibt es beim Mann drei Perioden, in denen ohne krankhafte Ursache, also bei normaler Funktion des menschlichen Organismus (= physiologisch), das natürliche Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Sexualhormonen (Östrogen, Testosteron bzw. deren jeweilige Vorstufen) – zeitlich begrenzt – verändert wird. Die Folge ist ein hormonell bedingter Stimulus auf das Brustdrüsengewebe und eine damit einhergehende Vergrößerung der männlichen Brust.
Diese drei Perioden sind:
1. Gynäkomastie bei Neugeborenen
2. Gynäkomastie bei Pubertierenden
3. Gynäkomastie im Alter


