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10 Fragen zur Oberarm- & Oberschenkelstraffung

1. Gibt es medizinische Gründe für die Operation?

Eine Oberarmstraffung ist eine rein ästhetische Operation, die eigentlich nie medizinisch indiziert ist. Bei den Oberschenkeln verhält es sich ein wenig anders, denn es kann vorkommen, dass die Haut an den Oberschenkelinnenseiten so stark aneinander reibt, dass eine Wunde entsteht. Ist dies der Fall, besteht eine medizinische Indikation, ansonsten ist auch die Oberschenkelstraffung ein rein ästhetischer Eingriff.

2. Wo verlaufen die Narben?

Bei beiden Eingriffen gibt es eine Methode mit kurzem und eine mit langem Hautschnitt. Der kurze Hautschnitt ist bei der Oberarmstraffung auf die Achselregion beschränkt, bei der Oberschenkelstraffung auf die Schrittregion. Wenn neben der Straffung auch eine Umfangreduktion gewünscht ist, verläuft der Hautschnitt entlang der Innenseite der Oberarme / Oberschenkel in Richtung Ellbogen / Knie.

3. Kann man eine Oberarmstraffung / Oberschenkelstraffung mit einer Fettabsaugung kombinieren?

Ja, durchaus. Zur Harmonisierung des Gesamterscheinungsbildes wird sehr häufig begleitend Fett abgesaugt. Gerade an der Außenseite der Oberarme und Oberschenkel (Reiterhosen) wird häufig unproportional viel Fett eingelagert. Eine Fettabsaugung dient in diesem Fall einer weiteren Konturenverbesserung und kann gleichzeitig mit der Straffung durchgeführt werden.

4. Findet eine Oberarmstraffung / Oberschenkelstraffung immer in Vollnarkose statt und wie lange dauert die OP?

Eine Oberarmstraffung dauert 1 – 2½ Stunden (kurzer / langer Hautschnitt), eine Oberschenkelstraffung dauert 2 – 3½ Stunden (kurzer / langer Hautschnitt). Wird begleitend Fett abgesaugt, verlängert sich die Operationszeit im Schnitt um 45 Minuten.

Obwohl beide Eingriffe natürlich weniger invasiv sind als beispielsweise eine Bauchdeckenstraffung, handelt es sich dennoch um anspruchsvolle Operationen, die keinesfalls unterschätzt werden dürfen und nur unter optimalen medizinischen Voraussetzungen (ISO-zertifizierter Operationssaal) durchgeführt werden sollten. Einem Eingriff in Vollnarkose ist grundsätzlich der Vorzug zu geben. Nur bei einer Oberarmstraffung mit kurzem Hautschnitt kann eine Operation in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) erwogen werden.

5. Was kann alles schiefgehen?

Komplikationen sind bei beiden Eingriffen eher selten. In erster Linie können Hämatome, Infektionen und Wundheilungsstörungen auftreten. Hämatome müssen operativ entleert werden, Infektionen werden mit Antibiotika behandelt, bei Wundheilungsstörungen ist Geduld gefragt. Bei der Oberarmstraffung können Sensibilitätsstörungen im Bereich der Innenseite der Unterarme auftreten. Bei den Eingriffen mit langer Schnittführung kann es selten zu Narbenkeloiden kommen, die mit einem Narbenpflaster behandelt werden können.

6. Wie wirken sich Gewichtsveränderungen auf das Operationsergebnis aus?

Größere Gewichtsschwankungen (> 10 kg) führen fast immer zu sichtbaren Veränderungen der Oberarme / Oberschenkel. Natürlich wird nach Gewichtsabnahme der Straffungseffekt herabgesetzt, die Veränderungen
sind allerdings nie so gravierend wie nach Gewichtsschwankungen nach einer Bruststraffung. Man kann also davon ausgehen, dass sich mäßige Gewichtsschwankungen auf das Ergebnis von Oberarm / Oberschenkelstraffung kaum auswirken.

7. Wie lange muss man im Krankenhaus bleiben?

Der / die PatientIn verlässt bei der Oberarmstraffung spätestens am Tag nach der Operation das Spital, bei der Oberschenkelstraffung spätestens drei Tage nach dem Eingriff.

8. Was muss man nach der OP beachten?

Unmittelbar nach der OP ist körperliche Schonung angesagt, von extremen Temperaturschwankungen (Fernreisen, Sauna etc.) ist während des ersten Monats abzuraten. Bei der Oberarmstraffung sollten die Arme vier Wochen geschont werden, insbesondere dann, wenn Verankerungsnähte gesetzt wurden, um sicherzugehen, dass sie nicht ausreißen. Bei der Oberschenkelstraffung verhält es sich ähnlich, ich empfehle meinen PatientInnen, sich auf ihr Gefühl zu verlassen und mit dem Sport erst wieder zu beginnen, wenn der Bewegungsradius der Beine ohne spürbare Spannung wieder möglich ist. Vor direkter Sonnenbestrahlung der Narben (auch Solarium) ist während der ersten sechs Monate abzuraten, weil es dadurch zu einer bräunlichen Verfärbung der Narben kommen kann.

9. Besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten für den Eingriff übernimmt?

Die Oberarmstraffung ist wie gesagt eine rein ästhetische Operation, deren Kosten von den Sozialversicherungsträgern nie übernommen werden. Ist die Oberschenkelstraffung medizinisch indiziert, kann die Krankenkasse u. U. die Kosten für den Eingriff decken, dies ist allerdings sehr selten. Auch nach starker Gewichtsabnahme (> 20 kg) und bei massivem Hautüberschuss an den oberen und unteren Extremitäten kann es vorkommen, dass der Eingriff bezahlt wird.

10. Die Kosten wollte ich auch noch ansprechen, was kostet denn eine Oberarm- / Oberschenkelstraffung im Schnitt?

Je nach Spital und Aufenthaltsdauer müssen Sie in Österreich bei der Oberarmstraffung mit € 3.500 – € 5.000 (kurze / lange Schnittführung), bei der Oberschenkelstraffung mit € 5.500 – € 7.000 rechnen. Wird begleitend Fett abgesaugt, erhöhen sich die Kosten in etwa um € 1.000 – € 2.000, je nachdem wie viele Regionen zusätzlich abgesaugt werden.

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