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Oberschenkelstraffung

Im Gegensatz zur Oberarmstraffung entwickelte sich die Oberschenkelstraffung nicht aufgrund der neuen Modetrends im 20. Jahrhundert. Oberschenkelstraffungen wurden aus funktionellen Gründen dann durchgeführt, wenn das Reiben der Haut an den Oberschenkelinnenseiten zu Wundbildung führte. Oberschenkelstraffungen aus ästhetischen Gründen fanden vergleichsweise spät statt.

Die Oberschenkelstraffung ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, aufgrund ihres operativen Umfanges (große Wundfläche) und der Charakteristik des Operationsgebietes (Schrittregion, Nähe zum Genital) ein Eingriff, der einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung bedarf. Um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen, müssen viele Details berücksichtigt werden. Bei der Oberschenkelstraffung wird zwar in erster Linie überschüssige Haut entfernt, wichtig ist – in noch stärkerem Maße als beim Oberarm – eine Verankerung des angehobenen Gewebes an eine stabile Struktur. Wird diesem Umstand nicht Rechnung getragen, kann es zu besonders unangenehmen Verziehungen der Narben kommen. Die Narben sollten exakt in der Schrittregion verbleiben, ihre Verlagerung nach unten führt bei Frauen zu einem unangenehmen Zug an den Schamlippen, der in gravierenden Fällen zu äußerst störenden Verformungen des Scheideneingangs führen kann.

Der Positionierung des Hautschnitts kommt natürlich auch eine wichtige Bedeutung zu, wenngleich die Problematik der Einsehbarkeit aufgrund der fast immer vollständigen Bedeckung dieser Körperregion weniger gegeben ist.

Oft ist für das Erzielen einer harmonischen Kontur der Oberschenkel eine begleitende Fettabsaugung notwendig. Wird beides gemeinsam durchgeführt, muss die Fettabsaugung besonders vorsichtig erfolgen, weil die Durchblutung des Operationsgebietes keinesfalls zu sehr gefährdet werden darf.

Zudem muss auf die Lymphgefäße geachtet werden, die in der Schrittregion zusammenfließen und keinesfalls verletzt werden dürfen. Durchtrennte Lymphgefäße können zu Lymphödemen führen.

Im Gegensatz zur Oberarmstraffung verläuft im Operationsgebiet kein sensibler Nerv, der geschont werden muss, es muss aber auf die größte oberflächliche Oberschenkelvene (Vena saphena magna) besonders Rücksicht genommen werden.

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