Kapillare

kleinstes Gefäß des Körpers. Durch die Eigenfetttransplantation werden neben Fettzellen auch Stammzellen (ADSC) eingebracht, die den AGF freisetzen, wodurch ein Wachstumsreiz für die Kapillaren entsteht, die daraufhin in das Empfängerbett einsprossen und die transplantierten Fettzellen mit Blut versorgen.

Keloid, Narbenkeloid

überschießende, wulstartige oder sogar knotige Narbenbildung, die soweit fortgeschritten ist, dass die Grenzen der Schnittführung überschritten wurden (Gegensatz zu hypertropher Narbe).

Kollagen

ein von Bindegewebszellen (Fibroblasten) produziertes Eiweiß, das vor allem in der » Dermis vorkommt und der Haut als Stützstruktur dient. Wurde früher aus tierischem Gewebe gewonnen und als » Filler verwendet.

konservativ

im medizinischen Sprachgebrauch bedeutet konservativ nicht etwa das Gegenteil von progressiv oder modern, gemeint ist vielmehr das Gegenteil von „operativ“. Eine „konservative“ Therapie ist also eine Therapie, bei der nicht operiert wird. Ebenso wird bei einer „konservativen“ Maßnahme nichts in den menschlichen Körper eingebracht.

Kortison

ein in der Nebenniere gebildetes (Stress-)Hormon, das als Medikament eingesetzt wird und das Immunsystem beeinfl ussen kann. » Immunmodulatoren.

Krähenfüße

umgangssprachliche Bezeichnung für Fältchen am seitlichen Rand der Augenhöhle. Auch als Lachfältchen bezeichnet.

Lappenplastik

Wenn lebendes Gewebe von einer Körperstelle in eine andere eingebracht wird, spricht man von einer Lappenplastik. In der Plastischen Chirurgie werden Lappenplastiken zur Deckung von Gewebedefekten und zur Rekonstruktion von Körperteilen durchgeführt.

Laser-Peeling, CO2

auch Laser-Resurfacing genannt. Eine Form der Laserbehandlung, die Gewebe schichtweise abträgt (Peeling) und gleichzeitig durch Erwärmung der » Dermis zu einer ausgeprägten Straffung der Haut führt. Wird zur Behandlung von Falten und Narben eingesetzt.

Laser-Peeling, fraktioniert

eine Variante des CO2-Laser-Peelings, bei der der Laser nicht flächenhaft, sondern mittels Scanner punktförmig einwirkt. Dadurch kommt es zu einer schwächeren Erwärmung der » Dermis und zu kürzeren Abheilungszeiten (» Downtime).

Lipom

Fettgewebstumor, gutartige Fettgewebsgeschwulst, kann mitunter sehr groß werden.

Lokalanästhesie

Örtliche Betäubung. Durch Injektion eines Lokalanästhetikums wird im operierten Gebiet Schmerzfreiheit erzielt.

Lokalanästhetikum

Arznei, die zur Schmerzausschaltung in eine Körperstelle eingebracht wird.

Marionettenfalten

jene Falten, die von den Mundwinkeln meist vertikal nach unten weisen. Auch Mentolabialfalten genannt.

Mentolabialfalten

» Marionettenfalten.

Mephisto-Phänomen

Mephistopheles, kurz Mephisto, ist der Name des Teufels in der Faust-Thematik. Das Mephisto-Phänomen, oder auch „Mr.-Spock-Phänomen“ genannt, ist eine mögliche Nebenwirkung nach unzureichender Ausschaltung der seitlichen Stirnregion im Zuge einer Behandlung mit Botulinumtoxin, weil es dabei zu einem „teufl isch aussehenden“ Anheben der seitlichen Augenbrauenpartie kommt. Manche PatientInnen wünschen – in abgeschwächter Form – einen solchen Effekt, weil er auch Aufmerksamkeit signalisiert.

Mesoderm

mittleres Keimblatt. Begriff aus der » Embryologie. In der 3. Schwangerschaftswoche nimmt der menschliche Embryo eine charakteristische Form und Struktur an, die einem dreischichtigen Blatt ähnelt. Das mittlere Blatt sieht aber nicht wie ein Blatt aus, sondern ist eine etwas breitere Gewebeschicht, die den Spalt zwischen äußerem und innerem Keimblatt ausfüllt. Aus dem Mesoderm entstehen in weiterer Folge u. a. Muskelgewebe, der Stützapparat, Blutzellen, Gefäße und Fettzellen. Die » Stammzellen, die 2001 im Fettgewebe entdeckt wurden, nennt man mesenchymale Stammzellen bzw. » ADSC.

Mesotherapie

ein Verfahren, bei dem kleinste Mengen eines Wirkstoffes, z. B. » Hyaluronsäure, in das » Mesoderm (entwicklungsgeschichtliche Bezeichnung für die » Dermis) eingebracht werden.

Mikrokalk

Begriff aus der Röntgenkunde. Brustkrebs lässt sich am Röntgenbild oft anhand von kleinen Kalkstippchen diagnostizieren, die im Fachjargon als Mikrokalk bezeichnet werden. Wenn im Rahmen einer Bruststraffung auch eine Eigenfetttransplantation zur Symmetrisierung und / oder Vergrößerung der Brüste durchgeführt wurde, kann es zu Verkalkungen kommen. Diese unterscheiden sich radiologisch jedoch deutlich von Mikrokalk, es sollte also zu keinen Verwechslungen kommen.

Mr.-Spock-Phänomen

benannt nach Mister Spock, dem ersten wissenschaftlichen Offi zier an Bord des Raumschiffs Enterprise in der gleichnamigen Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“. Charakteristisch für Commander Spock ist der Ausdruck „faszinierend“ (im Original: „fascinating”), den er für Phänomene benutzt, die anderen unglaublich oder auch bedrohend erscheinen. Wann immer der Halbvulkanier „faszinierend“ ausrief, zog er gleichzeitig die Augenbraue besonders stark hoch. » Mephisto – Phänomen.

Musculus corrugator supercilii

auch „Stirnrunzler“ genannt; Muskel im Bereich der Augenbraue (Supercilium), gehört zur mimischen Muskulatur. Er entspringt am Überaugenbogen (Arcus superciliaris) und setzt an der Stirnhaut nahe der Augenbraue an. Der Muskel zieht die Augenbraue nach unten und innen und produziert damit auch die Fältelung der Stirn.

Musculus frontalis

auch Stirnmuskel oder Augenbrauenheber genannt; Muskel, der unter der Kopfhaut der Kopffaszie im Bereich der Stirn anliegt. Er gehört zur mimischen Muskulatur und ermöglicht das Runzeln der Stirn und das Anheben der Augenbrauen. Nasenseitig geht er direkt in den » Musculus procerus über. Innerviert wird der Musculus frontalis von den Stirnästen (Rami frontales) des 7. Hirnnervs, des » Nervus facialis.

Musculus orbicularis oculi

auch Augenschließmuskel genannt; großer, flächiger Muskel, der die Lider vollständig miteinschließt und variabel bis zum Rand der knöchernen Augenhöhle reicht. Er dient dem Schluss der Lidspalte und damit auch dem Lidschlussreflex. Der Muskel wird vom Nervus facialis (7. Hirnnerv) innerviert.

Musculus procerus

Der Musculus procerus („schlanker Muskel“) ist ein Hautmuskel im Bereich der Nase und gehört zur mimischen Muskulatur. Der Muskel entspringt aus der Faszie über dem Nasenbein und dem oberen Teil des seitlichen Nasenknorpels und strahlt in die Stirnhaut zwischen den Augenbrauen ein, wobei sich die Muskelfasern mit denen des » Musculus frontalis kreuzen. Der Muskel zieht die Haut zwischen den Augenbrauen nach unten und erweitert dabei auch die Nasenlöcher.

Nachblutung

» Hämatom.

Nasolabialfalte

Nasenlippenfurche; von lat. nasus „Nase“ und labium „Lippe“; Weichteilvertiefung, die beidseits vom oberen Ende der Nasenflügel neben die Mundwinkel zieht und mit zu den besonderen Kennzeichen des Gesichts gehört. Form, Tiefe und Länge der Nasolabialfalte werden durch die Gesichtsmuskulatur, das unterschiedliche Ausmaß des vorhandenen Unterhautfettgewebes und das Alter bestimmt. Früher wurde sie gerne als „Kummerfalte“ bezeichnet.